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Archive for Oktober 2009

PDF: 30.10.09 Der Geburtstag von Imam Ali ibn Musa al-Ridha (a.)

„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“

Gepriesen sei Allah, der Erhabene und der Herr der Welten und Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten.

Ich rate mir selbst und Ihnen zu Frömmigkeit und Gottesfurcht.

قَالَ اللَّهُ هَذَا يَوْمُ يَنْفَعُ الصَّادِقِينَ صِدْقُهُمْ لَهُمْ جَنَّاتٌ تَجْرِي مِنْ تَحْتِهَا الْأَنْهَارُ خَالِدِينَ فِيهَا أَبَدًا رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمْ وَرَضُوا عَنْهُ ذَلِكَ الْفَوْزُ الْعَظِيمُ

Allah wird sprechen: «Das ist ein Tag, an dem den Wahrhaftigen ihre Wahrhaftigkeit frommen soll. Für sie sind Gärten, durch die Ströme fließen; darin sollen sie weilen ewig und immerdar. Allah hat an ihnen Wohlgefallen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm; das ist die große Glückseligkeit.» (Al-Maaida, 119)

 

Imam Ridha (a.) sagte:

„Die Vollkommenheit der Gehorsamkeit gegenüber Allah ist die Geduld und Zufriedenheit.“

Der Geburtstag von Imam Ali ibn Musa al-Ridha (a.)

Liebe Gläubige, sehr geehrte Geschwister im Islam,

Heute ist der gesegnete Geburtstag von Imam Ridha (a.). Ich beglückwünsche allen  Freunden der Ahlul-Bait (a.) zu diesem besonderen Tag und erbitte von Allah, dass Er uns die Fürsprache von Imam Ridha (a.) zukommen lässt.

Ein kurzer Blick auf das Leben von Imam Ridha (a.)

Imam Ali ibn Musa al-Ridha (a.)  ist der achte der zwölf Imame (a.) und ist am 11. Dhul-Qada 148 n.d.H (nach der Hidschra). in Medina geboren.

Die prächtige Ära von Imam Ridha (a.) begann nach ab dem Jahre 183 n.d.H. Damals war die politische Macht und Regierung in den Händen von Harun Raschid mit Sitz in Bagdat. Die Regierung des 5. Kalifen der Abbasiten war brutal und auf Diktatur aufgebaut. Seine Steuereintreiber wendeten Folter am Volk an, um die Steuern mit Gewalt einzutreiben. Er hatte eine immerwährende Feindschaft gegenüber der Ahlul-Bait und liess die Schiiten brutal ermorden. Der Vater von Imam Ridha (a.) Imam Musa Kadhim (a.) wurde durch den brutalen Gewaltherscher Harun jahrelang in Kerkern gefangen gehalten und schließlich vergiftet.

Harun Raschid war nicht nur ein gewaltsüchtiger Herrscher, der unschuldige Menschen, vor allem Anhänger der Ahlul-Bait (a.) unterdrückte, foltern und ermorden liess, sondern er versuchte mit aller Macht von dem Wissen und der Lehre der Ahlul-Bait (a.) abzulenken, indem er ausländische und fremde Gedanken, vor allem die griechische Philosophie, in die Ausbildungsstätten der Geistlichen und islamischen Seminare einfließen und verbreiten ließ.

In Anbetracht der Situation der Muslime und der politischen Macht über den Muslimen verschwieg Imam Ridha (a.) zunächst einmal sein Imamat und kündigte sie nicht an. Zu seinen Freunden und Anhängern hatte er jedoch eine enge Beziehung. Aufgrund von Auständen von verschiedenen Gruppierungen wurde die Macht von Harun ar-Raschid nach einigen Jahren schwächer und Imam Ridha (a.) nutzte diese Gelegenheit und kündigte sein Imamat in Medina öffentlich an. Er stand nun dem Volk für religiöse und gesellschaftliche Fragen zur Verfügung und half ihnen bei der Lösung ihrer Probleme.

Nach dem Tod von Harun ar-Raschid gab es zwischen seinen Söhnen Amin und Mamun Uneinigkeit und Streit bezüglich der Machtübernahme. Amin ergriff die Macht in Bagdat und Mamun bestieg den Thron des Kalifen in Marw (Chorasan).

Somit geriet die Macht der muslimischen Länder in die Hände von Mamun. Die Alewiten und Sayyid´s, die von dem Kalifat von Harun ar-Raschid zutiefst unzufrieden waren, konnten sich mit der Regierung seiner Söhne auch nicht zufrieden geben. Sie unternahmen in Hidschaz, Irak und Jemen Aufstände gegen die Regierung von Mamun.

Um die Aufstände zu stoppen und die Schiiten an seine Seite zu bringen, liess sich Mamun einen listigen Plan einfallen. Er wollte Imam Ridha (a.), dem Oberhaupt der Schiiten, nach Chorasan einladen und in seinen Machtapparat einbinden um somit den Anschein zu erwecken, dass seine Regierung durch Imam Ridha (a.) abgesegnet ist.

Mamun lud Imam Ridha (a.) mehrmals ein, doch der Imam sagte jedesmal ab. Dann begann Mamun den Imam zu bedrohen. Als Imam Ridha (a.) erkannte, dass Mamun von seinem Plan nicht abzuhalten ist und um ein Blutergiessen und ein Massaker an den Schiiten zu verhindern, machte er sich im Jahre 200 n.d.H. auf den Weg nach Chorassan.

Nach einer langen Reise erreichte er bald Nischapur. Er wurde von dem Volk und den dortigen Gelehrten unterwegs herzlich empfangen.

Der Imam brachte sein Reittier zum stehen. Die Menschenmassen bejubelten den Imam. Einige brachen in Tränen aus, andere küssten die Füsse seines Reittieres um dem Imam ihre Ehre zu erweisen. Freudenlaute und Tränen waren voneinander nicht zu trennen bis dass die Gelehrten die Menschen zu Ruhe riefen um den Worten des Imams Gehör zu leisten.

Imam Ridha (a.) sagte in diesem Moment:

„Mein Vater Imam Musa Kadhim (a.) überlieferte von seinem Vater Imam Sadiq (a.), dass er von seinem Vater Imam Muhammad Baqir (a.) und er von seinem Vater Imam Zayn al-Abidin (a.) und er von seinem Vater, dem Märtyrer von Karbala und er von seinem Vater Ali ibn Abutalib (a.) hörte, wie er gesagt hat:“ Der Gesandte Allah´s, mein Geliebter und das Licht meiner Augen sagte mir:“Dschabrail sagte mir folgendes: Der Erhabene und lässt überbringen:

La ilahe Illallah ist meine Burg. Ein jeder der dies Bekenntnis ausspricht tritt in meine Burg ein. Und derjenige, der in meiner Burg ist, ist vor meiner Strafe geschützt. „

 

Dann setzte er seinen Ritt fort und sagte laut:

 

„Wenn ihr die Bedingungen des Glaubensbekenntnisses (La ilahe illallah) beachtet seid ihr in Schutz vor der Strafe Gottes. Ich bin eines dieser Bedingungen.“

Schliesslich kam  Imam Ridha (a.) in Marw an, der Hauptstadt von Chorassan, wo Mamun lebte und regierte. Der Imam (a.) wurde Mamun mit höchstem Respekt und prachtvoll empfangen. Mamun hatte eine große Offensive gestartet um seine politischen Ziele umzusetzen. Zunächst schlug er dem Imam vor, nach seinem Kalifat das Amt des Kalifen zu übernehmen.

Mamun sagte: „Ich möchte mit der Politik aufhören und habe die Absicht, das Amt des Kalifen an dich zu übergeben und möchte Dir mein Treueeid geben.“

Imam Ridha (a.) lehnte diesen Vorschlag von Mamun ab und sagte:

„Wenn dieses Amt des Kalifen Dir von Gott, dem Erhabenen aufgetragen wurde und Du der rechtmäßige Inhaber des Kalifats bist, ist es nicht dir erlaubt, dieses Amt einen anderen zu übertragen. Wenn du aber nicht der rechtmäßige Inhaber dieses Amtes bist, ist es dir nicht erlaubt, etwas was nicht Dir gehört, einem anderen zu übertragen.“

Mamun aber wollte von seiner List nicht nachgeben und es wurden zwei Monate lang Diskussionen über dieses Thema geführt. Letzenendes hat Mamun sich etwas anderes einfallen lassen. Er bot Imam Ridha (a.) die Thronfolge (Wali-aht) an und erpresste den Imam, dieses Angebot anzunehmen uns sagte mit einer Unverschämtheit: „Bei Gott, wenn Du die Thronfolge nicht akzeptierst werde ich dich mit Gewalt dazu bewegen, dass Du sie annimst. Und wenn du dich weigerst, lass ich Dich köpfen.“

Als Imam Ridha (a.) sah, dass ihm keine andere Wahl blieb, das Angebot von Mamun anzunehmen, stimmte er nur unter folgenden Bedingungen zu:

„Ich akzeptiere die Thronfolge unter folgenden Bedingungen: In Angelegenheiten des Staates werde ich weder etwas gebieten noch etwas verwehren. Ich werde keine Fatwas erlassen und keine Urteile fällen. Ich werde keine Gouverneure ernennen und niemanden von seinem Amt entlassen. Ich werde nichts im Staatswesen ändern. Mit all diesen Angelegenheiten werde ich nichts zu tun haben.

Diese Bedingungen von Imam Ridha (a.) sind in Wahrheit die Bestätigung dafür, dass die Regierung von Mamun keine Rechtsmäßigkeit besitzt und mit „ich werde mich in keinerlei politischen Angelegenheiten des Staates einmischen“ wird deutlich, dass die Führung des Landes nicht islamisch ist.

Durch die Bedingungen von Imam Ridha (a.) die an die Thronfolge gebunden waren und durch Diskussionen mit den Philosophen und Gelehrten seiner Zeit, bei denen er immer recht behalten hat, hat Imam Ridha (a.) die Wahrhaftigkeit der Schule der Ahlul-Bait (a.) allen dargestellt.

Mit einigen lehrreichen Überlieferungen von Imam Ridha (a.) möchten wir unsere Ansprache beenden:

Imam Ridha (a.) sagte:

Wenn der überzeugte Gläubige die Zeiten der 5 täglichen Gebete beachtet, wird Satan gegenüber ihm immer beängstlich sein, wenn er die Zeiten aber nicht beachtet, finder der Teufel Mut, ihn in die Sündenfalle hinentappen zu lassen.

 

Imam Ridha (a.) sagte:

Die Wissenschaft ist ein Schatz, der Schlüssel dazu ist das Fragen. Also stellt fragen. Denn mit einer Frage werden gleich vier Personen belohnt.

Der der die Frage stellt, derjenige, der  daraus lernt

Derjenige, der zuhört und derjenigie, der Antwortet.

 

Als der Prophet gefragt wurde, was der meiste Grund für das Eintreten in das Paradies sei, antwortete er: “Ehrfurcht vor Allah und ein guter Charakter.”

 

Imam Ridha (a.) sagte:

„Wer sich 40 Tage für den Erhabenen Allah rein haltet, dem lässt Allah die Quellen der Weisheit von Herzen über die Zunge fliessen.“

 

Imam Ridha (a.) sagte:

„Wer geduldig auf das Gerechte wartet, wird von Allah mit etwas besserem für seine Geduld entschädigt.“

Imam Ridha (a.) sagte:

„Wer Allah zornig macht um einen anderen Herrscher zufrieden zu stellen, ist aus der Allahs Religion ausgeschlossen.“

Möge Allah uns allen die Fürsprache von Imam Ridha (a.) zukommen lassen

Möge Allah uns zu denjenigen zählen, die den Weg der Imame (a.) gehen

Möge Allah uns nie von dem heiligen Qur´an und der Ahlul-Bait (a.) trennen

Möge Allah uns zu denjenigen zählen, die die heiligen Schreine der Imame (a.) besuchen dürfen

„Der Friede sei mit Euch und Allahs Barmherzigkeit und Seine Gnade“

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PDF: .10.09 Der Geburtstag von Fatima Masuma (a.)

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“

Gepriesen sei Allah, der Erhabene und der Herr der Welten und Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten.

Ich rate mir selbst und Ihnen zu Frömmigkeit und Gottesfurcht.

لَكِنِ الَّذِينَ اتَّقَوْا رَبَّهُمْ لَهُمْ جَنَّاتٌ تَجْرِي مِنْ تَحْتِهَا الْأَنْهَارُ خَالِدِينَ فِيهَا نُزُلًا مِنْ عِنْدِ اللَّهِ وَمَا عِنْدَ اللَّهِ خَيْرٌ لِلْأَبْرَارِ

 

Die aber ihren Herrn fürchten, sollen Gärten haben, durch welche Ströme fließen; darin sollen sie weilen – eine Bewirtung durch Allah. Und was bei Allah ist, das ist noch besser für die Rechtschaffenen. (Aal-Imran 198)

 

Der Prophet Mohammad sagte: „Die Erde wird ihr Gesicht tragen, der Himmel wird einen Schatten auf sie werfen, und Gott wird ihr Unterhalt geben. Sie ist wie eine Blüte, der Segen Gottes wird mit jedem sein, der eine Tochter hat.“

Liebe Gläubige, sehr geehrte Geschwister im Islam,

Der Geburtstag von Fatima Masuma (a.)

Um zu verstehen, welchen Rang der Islam den Frauen einräumt, gibt es unteschiedliche Methoden. Eine Methode ist der heilige Qur´an. Man kann man sich die Verse im heiligen Qur´an ansehen, die über vorbildhafte Frauen offenbart worden sind. Der heilige Qur´an zeigt uns den Wert und hohen Rang der Frauen, in dem er uns die hohe Moral, Erkenntnis und Bemühungen von vorbildhaften Frauen übermittelt.

Die Jungfrau Maria [maryam al-azraa] (a.), Asia (bint Muzahim) (a.), die Ziehmutter des Propheten Moses (a.) und weitere vorbildhafte Frauen, die im heiligen Qur´an erwähnt werden, sind aufgrund ihres starken Glaubens, ihrer hohen Tugenden und ihrem Einsatz an der Seite der Propheten, sind seit der Menschheitsgeschichte zu Vorbildern für alle kommenden Generationen weltweit geworden.

Eine weitere Methode, den Rang der Frauen im Islam zu ermitteln, sind Überlieferungen von dem Propheten Muhammad (s.) und der Reinen Imame (s.)

Eine der vorbildhaftesten Frauen, die eine besondere Rolle in der islamischen, vor allem in der schiitischen Geschichte spielt, ist die reine Fatima Masuma (a.).

Fatima Masume (Fatima die Reine) ist eine Tochter des 7. Imam, Imam Musa Kadhim (a.) und Schwester von Imam Ridha (a). Ihren Namen erhielt sie von ihrem Vater, den Beinamen Masuma (die Reine) gab ihr ihr Bruder Imam Ridha (a.). Das Leben solcher hervorragenden Frauen zu studieren und versuchen daraus Lehren zu ziehen, ist eine weitere Methode, den Rang, den der Islam Frauen einräumt, zu sehen.

Ihre Geburt fand in dieser Woche statt, in der wir uns jetzt befinden. Nach den meisten Quellen ist die Fatima Masuma am 1. Dhul-Qada 173 nach der Hidschra in Medina geboren und verstarb in 201 n.d.H. in Qum. Zu ihrem Todestag wird eine Trauerzeremonie über drei Tage im Rabi-ul-Achir abgehalten. Die drei Tage werden die „Tage der Reinheit“ [liyam masuumiyyat, ايّام معصوميّة] genannt. Fatima Masuma verstarb mit 28 Jahren.

Die gesegnete Fatima Masuma, war kein Imam, keine Reine (Ma´suma). Sie ist aber die Tochter eines Imam´s und die Schwester eines Imam´s und die Tante eines Imam´s. Sie ist in der Obhut und mit der Erziehung der Reinen Imame (a.) aufgewachsen und hat hohe Stufen der Erkenntnis erreicht.

Imam Sadiq (a.) hat über Fatima Masuma folgendes gesagt, noch bevor sie geboren war:

تُقبَض فيها امْراةٌ منْ وُلْدى، اِسْمُها فاطِمَةُ بِنْتُ مُوسى، وتَدْخُلُ بِشَفاعَتِها شيعَتى الجنّة بَاجْمَعِهِمْ

„Eine meiner Nachkomminnen, deren Name Fatima sein wird, die Tochter von Musa, wird in Qum sein. Am Tag des Gerichts wird diese Frau Fürsprache für meine Schia einlegen, ins Paradies einzutreten.“

Ihr Mausoleum ist in der Stadt Qum. Dort entstand eine der größten schiitischen Ausbildungsstätten für Geistliche, die „Hausa Ilmi“ in Qum.

In der Audienz zum Besuch (Ziyara) ihrer Grabstätte heisst es an einer Stelle:

„Oh Du (Fatima Masuma), die Rang hat bei Allah, erteile uns Deine Fürsprache.“ Obwohl sie kein Prophet und keine Reine (Ma´suma) war, hat sie die Befugnis auf Fürsprache (Schafaa).

Der Mensch kann durch Gottesehrfurcht und Glauben die höchsten Stufen erreichen, unabhängig vom Geschlecht. Denn das Geschlecht des Menschen ist nur eine Eigenschaft des Körpers, des materiellen. Die wahren menschlichen, spirituellen und moralischen Werte hingegen beziehen sich auf den Geist des Menschen. Der Geist indes ist weder weiblich noch männlich. Kriterien der spirituellen Größe und des Vorzugs sind Gottesehrfurcht, Glauben und der erreichte spirituelle Rang. Fatima Masuma (a.) besaß die hohen Stufen der Spiritualität und der Erkenntnis und ist daher ein Vorbild für alle Menschen.

Ein Grund, für den hohen Rang der Frau, ist die Aufgabe, die ihr aufgetragen ist:

Basis und der Grundpfeiler der Familie zu sein und die sorgfältige Erziehung der Kinder sind wichtige Aufgaben, die die Frau erfüllt. Das Heranwachsen einer Generation die geistig und seelisch gesund ist und der Schutz der Familien sind die wichtigsten Aufgaben der Schöpfung. Diese Aufgabe hat Gott den Frauen aufgetragen. Eines der Aufgaben der Propheten war genau jenes, was die Frauen erfüllen. Also haben die Frauen die große Ehre, Aufgaben der Propheten zu übernehmen, ohne dass sie selbst Propheten sind.

Wenn die Familie intakt, gesund und in Ordnung ist, werden auch das Umfeld und die Gesellschaft heil und gesund. Eines der wichtigsten Probleme weltweit ist die immer schlimmer werdende Halt und Bindung in der Familie und familiäre Athmosphäre allgemein.

Die wichtigste Besonderheit der Frau ist aber ihr starker Gefühlssinn. Die Gefühle der Frauen sind stärker ausgeprägt als die der Männer. Dadurch können sie vor allem spirituell viel intensiver hohe Stufen erreichen. Beim Gottesdienst und Bittgebet können Frauen sehr viel intensiver höhere Stufen erreichen als die Männer. Die Frauen sollten diese Eigenschaft und ihre Stärke gut und pflichtbewusst einsetzen. Nämlich zum Schutz und Wohl der eigenen Familie und zum Wohle der Gesellschaft. Die Frauen spielen die größte Rolle bei der Gestaltung der Gesellschaft.

Fatima Masuma (a.) war sowohl zu Lebezeiten ein Fluss des Segens und ist heute noch eine Quelle des Segens mit ihrem Mausloeum in der Stadt Qum.

Fatima Masuma wurde von seinem Vater Imam Musa bin Dschafer (a.) bis zu seinem Märtytrium erzogen. Danach lebte sie in der Obhut und der Lehre ihres Bruders Imam Ridha (a.). In den letzten Jahrhunderten kamen die größten Gelehrten der Schia aus der Stadt Qum. Große Gelehrte sehen in dem Segen des Mausoleums von Fatima Masuma, den Grund dafür.

Von Imam Sadiq (a.) wird überliefert:

وَسَتُدْفَنُ فيها امْرَأةٌ مِنْ اَوْلادى تُسَمّى فاطِمَةَ، فَمَنْ زارَها وَجَبَتْ لَهُ الجنّة

 

„Eine meiner Nachkomminnen, deren Name Fatima sein wird, die in Qum begraben werden wird. Wer immer ihren Schrein aufsucht, wird ins Paradies eingehen“

Imam Ridha (a.) sagte über seine Schwester Fatima:

مَنْ زارَ الْمَعْصومَةَ بِقُمْ كَمَنْ زارَني

 

„Wer immer Masuma in Qum besucht ist so, als hätte er mich besucht.“

 

Möge Allah uns allen die Möglichkeit einräumen, den heiligen Schrein von Fatima Masuma (a.) zu besuchen.

 

Imam Musa Kadhim (a.) sagte:

Gott hat einen „Haram“, die geweihte Moschee: das ist die Kaaba. Der Prophet hat auch einen „Haram“ die Prophetenmoschee in Medina. Imam Ali (a.) hat ebenso einen „Haram“, das ist die Moschee in Kufa. Und wisset, ich und meine Nachkommen haben auch einen „Haram“ und das ist Qum. Qum ist unsere kleine Kufa. Wisset, das Paradies hat 8 Tore, 3 von Ihnen öffnen sich nach Qum.

Diese Überlieferungen zeigen, welch hohen Rang Fatima Masuma (a.) besitzt. In der islamischen Welt gibt es neben den Mausoleen der Reinen Imame, kein einziges  Mausoleum, welches sich mit der von Fatima Masuma an Bedeutung und geistiger Größe, messen kann.

Mit Fatima Masuma (a.) sehen wir, welch einen hohen Rang eine Frau erreichen kann und welche große Bedeutung der Islam den Frauen schenkt.

Die westliche Welt hat solche Werte nicht. Sie ist fern von Spiritualität und der Wert der Frauen wird nur materiell und ihrem Einkommen gemessen. Jeden Tag verschlechtert sich die Lage der Gesellschaft und die Menschen steuern auf eine Katastrophe zu. Lob und Dank sei Gott, dass wir Vorbilder wie die gesegnete Fatima Masuma (a.) haben, die unsere Spiritualität und unseren Glauben stärken. Jeder von uns, egal ob Frau oder Mann, sollte sich Persönlichkeiten, wie Fatima Masuma als Vorbild nehmen und demnach leben.Sonst endet das Erdenleben in Leere und Irre.

Möge Allah uns die Fürsprache von der gesegneten Fatima Masuma (a.) zukommen lassen.

Möge Allah uns zu denjenigen zählen, die ihren Weg gehen.

Möge Allah uns zu denjenigen zählen, die aus dem Leben dieser vorbildhaften Persönlichkeit die nötigen Lehren ziehen und demnach leben.

 

„Der Friede sei mit Euch und Allahs Barmherzigkeit und Seine Gnade“

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„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“

 

Gepriesen sei Allah, der Erhabene und der Herr der Welten und Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten.

Ich rate mir selbst und Ihnen zu Frömmigkeit und Gottesfurcht.

وَمَا كَانَ قَوْلَهُمْ إِلَّا أَنْ قَالُوا رَبَّنَا اغْفِرْ لَنَا ذُنُوبَنَا وَإِسْرَافَنَا فِي أَمْرِنَا وَثَبِّتْ أَقْدَامَنَا وَانْصُرْنَا عَلَى الْقَوْمِ الْكَافِرِينَ

Und ihr Wort war nicht anders, als dass sie sagten: Unser Herr, vergib uns unsre Sünden und unser Vergehen in unserem Gebot, und festige unsere Schritte und hilf uns gegen das ungläubige Volk.» (Aal Imran, 147) 

 

Der Prophet (s.) sagte:
„Jemand der sich nicht für die Angelegenheiten der Muslime interessiert ist kein Muslim. Und jene Person die einen Muslim um Hilfe rufen hört und seinen Ruf nicht erwidert, ist ebenso kein Muslim.“

 

Das Drama in Gaza

Liebe Gläubige, sehr geehrte Geschwister im Islam,

Wir alle sehen was sich in Gaza ereignet. Wir werden Zeuge einer Menschheitstragödie und die ganze Welt sieht wie immer nur hin und lässt unschuldige Menschen alleine. Die Menschen in Gaza werden nicht nur brutal ermordet und unterdrückt, sondern ihnen verwehrt man auch die einfachsten Mittel für das Überleben.

Es ist in der Tat erstaunlich, wie die Weltengemeinschaft gegenüber diesem Massaker schweigen kann.

Die Zionisten morden und töten jeden Tag. Unschuldige Menschen, Frauen und Kinder sterben grundlos. Man gewährt den dem palästinensischem Volk kein Recht auf Leben.

Warum schweigen die Vereinten Nationen, die UNO gegenüber diesen Massakern? Warum verteidigen die Menschenrechtsorganisationen nicht die Rechte dieser Menschen? Sind die Menschen in Gaza denn keine Menschen? Haben auch nicht sie ein Recht auf Leben?

Warum gönnt man ihnen nicht das Recht auf Leben in der eigenen Heimat, das ist doch natürlichstes Recht von jedem. Seit vielen Monaten ist die Gaza unter Blockade, die Menschen können nicht einmal ihre einfachsten und wichtigsten Bedürfnisse stillen. Nahrung, Wasser und Medikamente werden ihnen verweigert. Die Zionisten unterdrücken bis heute ungestört weiter und niemand sagt ein Wort. Wird denn niemand gegen dieses Unrecht aufstehen und sich gegen Mord, Unterdrückung und Besatzung stellen?

Imam Husain (a.) sprach:

„Hüte dich davor jemandem Unrecht zu tun, der gegen dich keinen anderen Helfer hat als Allah, den Mächtigen und Erhabenen.“
(Bihar ul Anwar, Band 78, S.118)

Mit Unterdrückung und Mord kann man kein Recht erkämpfen. Und mit militärischer Macht, Krieg, Mord und Besatzung kann man kein Volk auslöschen. Seit Jahren behaupten sie gegen den Terror zu kämpfen und belügen somit die Welt. Niemand glaubt ihnen mehr. Die Weltorganisationen haben ihre Glaubwürdigkeit und ihren Anstand verloren. Keiner vertraut mehr ihnen, denn sie stellen sich an die Seite der Unterdrücker und der Mächtigen, anstatt an der Seite des Volkes und der Unterdrückten zu sein.

Warum aber schweigen die Menschen? Die Menschenrechte müssten doch verteidigt werden, ohne Rasse, Farbe, Herkunft oder Religion zu unterscheiden.

Trotz der jahrzehntelangen Belagerung und Unterdrückung haben die Zionisten ihre Ziele nicht erreicht. Mit Krieg, Bombardement und Besatzung sind sie keinen Schritt vorwärts gekommen. Nun versuchen sie ihrer Besatzung eine religiöse Farbe zu verleihen. Sie bringen nun die gläubigen Juden auf die Bühne. Sie sind hinter einem Religionskrieg her und möchten Juden und Muslime gegenüber stellen und hoffen, so ihrem Ziel näher zu kommen. Sie bewegen die Juden dazu, zu der Al-Aqsa Moschee zu laufen und hinein zu gehen. Damit möchten sie ihren Untaten einen religiösen Anschein verleihen.

Nachdem bis zu 70 % von Palästina besetzt und belagert worden sind, wollen die Zionisten nun auch noch die Al-Aqsa Moschee besatzen. Die erste Gebetsrichtung (Qibla) der Muslime und eine der heiligsten Stätten des Islam wollen sie in im verdeckten Namen des Judentum als ihr Territorium auch noch belagern. Die Menschen sollten auf diese List nicht hereinfallen. Die Religion kümmert die Zionisten überhaupt nicht, sie haben mit der Religion nichts zu tun. Sie wollen die Welt beherrschen und regieren.

Wenn wir die jüngsten Ereignisse betrachten sehen wir, dass die Medien wie gewöhnlich schweigen. Die Menschen zeigen keinerlei Reaktionen und die Muslime schweigen einfach mit. Diejenigen, die von Menschenrechten und Demokratie reden, stellen sich sogar auf die Seite der Zionisten und unterstützen ihre Verbrechen.

Das einzige was zu hören ist, sind die Rufe und die Schreie des Unterdrückten, palästinensischen Volk. Man muss taub und stumm sein, um diese Entsetzensrufe zu überhören und zu übersehen. Sieht den die Menschheit nicht, dass die einzige Gefahr für den Weltfrieden von den Zionisten ausgeht. Die am meisten entwickeltesten Waffen, nukleare Waffen, Atombomben sind in den Händen dieser Verbrecher. Ist das etwa keine Gefahr für den Weltfrieden?

Wer sich nicht an die Seite des Unterdrückten stellt, unterstützt und hilft dem Unterdrücker. Dem Unterdrückten die Hilfe verwehren, bedeutet Unterstützung für Unterdrücker.

Alle Völker sollten sich bewusst sein, dass die Massaker die von den Zionisten ausgehen, der Demokratie widersprechen. Diese Unterdrückung und Besatzung widerspricht den Menschenrechten. Es ist gemäß den Vereinten Nationen ein Menschheitsverbrechen und widerspricht dem Völkerrecht. Hören sie mal auf ihr Gewissen. Können sie wirklich ruhigen Gewissens schlafen? Dass die Muslime gegenüber diesen Verbrechen schweigen, ist Verrat und eine Schande. Wie wollen sie dies gegenüber Gott rechtfertigen?

Im heiligen Qur´an lesen wir:

وَلَنْ تَرْضَى عَنْكَ الْيَهُودُ وَلَا النَّصَارَى حَتَّى تَتَّبِعَ مِلَّتَهُمْ قُلْ

 

Und weder die Juden werden mit dir zufrieden sein noch die Christen bis ihrem Glauben folgst. (Al-Baqara,120)

Diese Zionisten werden mit ihrer Tyrannei nicht aufhören, ehe sie jeden an sich angepasst haben. Ihr einziges Ziel ist, über die Welt zu herrschen und jeder ihnen gehorcht.

Ich appelliere an diejenigen, die ihre Gewissen noch nicht verkauft haben: „Es reicht, stoppt endlich diese Tyrannei!“

Und ich appelliere an diejenigen, die nach Gerechtigkeit streben: „Dieses Morden muss ein Ende haben!“

Und ich appelliere an die Menschenrechtsverteidiger: „Lassen sie diese Morderei nicht weiter zu!“

Und ich appelliere an diejenigen, die von der Demokratie sprechen: „Zeigt uns eure die wahre Demokratie, an die ihr glaubt!“

Oh Allah, sei Du unser Zeuge: Wir sind für die Gerechtigkeit und wir sind gegen jede Art von Unterdrückung und Ungerechtigkeit.

Oh Herr, sei Du unser Zeuge: Wir sprechen die Wahrheit aus und werden es immer tun

Oh Herr, sei Du unser Zeuge: Unser Ziel ist ein friedliches Leben für Deine Geschöpfe auf der Erde zu erreichen.

Oh Herr, sei Du unser Zeuge: Wir streben nur Deine Zufriedenheit an.

Oh Allah, zähle uns zu denjenigen, die die Wahrheit verteidigen, die Wahrheit aussprechen, die Wahrheit leben und die Wahrheit leben lassen.

„Der Friede sei mit Euch und Allahs Barmherzigkeit und Seine Gnade“

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02.10.09 Eine Betrachtung der Wahlen in Deutschland

„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“

Gepriesen sei Allah, der Erhabene und der Herr der Welten und Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten.

Ich rate mir selbst und Ihnen zu Frömmigkeit und Gottesfurcht.

إِنَّ اللّهَ لاَ يُغَيِّرُ مَا بِقَوْمٍ حَتَّى يُغَيِّرُواْ مَا بِأَنْفُسِهِمْ وَإِذَا أَرَادَ اللّهُ بِقَوْمٍ سُوءاً فَلاَ مَرَدَّ لَهُ وَمَا لَهُم مِّن دُونِهِ مِن وَالٍ

Gewiß, Allah ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist. Und wenn Allah ein Volk zu bestrafen wünscht, so gibt es dagegen keine Abwehr, noch haben sie einen Helfer außer Ihm. (Ar-Ra´d, 11)

 

Imam Ali (a.) sprach: „Den Menschen wurden gesunde Körper und Glieder mit vollkommenen Sinnesorganen gegeben, sodass sie sich Wissen von der äußeren Welt und das Licht von Weisheit und Vernunft aneignen können, und dadurch in der Lage sind, ihre Gedanken- und Handlungsfreiheit zu praktizieren.“

(Nahdschul-Balagha, Predigt Nr. 86) 

Eine Betrachtung der Wahlen in Deutschland

 

Liebe Gläubige, sehr geehrte Geschwister im Islam,

Letzte Woche haben in Deutschland die Bundestagswahlen stattgefunden. Diese Wahlen sind sehr wichtig und interessieren neben den Bürgern Deutschlands, sogar auch die Europäische Union, da Deutschland ein wichtiges Mitgliedsland der EU ist.

Für uns Muslime, die in diesem Land leben, sind die Wahlen aus dreierlei Sicht von Bedeutung:

  1. 1.     Aus Sicht der eingebürgerten Migranten mit deutschem Pass
  2. 2.     Aus Sicht der Muslime
  3. 3.     Aus Sicht aller hier lebenden Menschen

 

  1. 1.     Eingebürgerte Deutsche mit Migrationshintergrund

Die sogenannte zweite Generation der Migranten, die in Deutschland geboren und aufgewachsen ist und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hat die Möglichkeit sich bei den Wahlen zu beteiligen und das Schicksal dieses Landes mitzubestimmen. Sie sollten sich mit den Problemen und Schwierigkeiten dieses Landes und der Gesellschaft auseinandersetzen und ihre Meinungen und Ideen für die Entwicklung und Fortschritt der Gesellschaft, einbringen. Da aber jeder die Probleme aus seiner eigenen Perspektive betrachtet, gibt es auch Unterschiede in der Auswahl der Bundestagskandidaten und jeder wird für den Kandidaten stimmen, den er für geeignet hält. Jeder kann, basierend auf sein natürliches Recht, verschiedene Parteien oder Kandidaten wählen. Aus dieser Sicht betrachtet, ist das Wohl der Gesellschaft und die Bekämpfung der gesellschaftlichen Probleme äusserst wichtig und jeder sollte seinen Beitrag für das Wohl der Gesellschaft leisten. Welche Partei letztendlich die Wahlen gewinnt und welche Regierung gebildet wird ist in diesem Fall eher unwichtig.

  1. 2.     Aus Sicht der Muslime

Auf der ganzen Welt und insbesondere in Europa verbreitet sich der Islam und die Muslime sind nun ein bedeutendes Teil der Gesellschaft. Aus diesem Grund, muss auch Deutschland eine neue Politik und Herangehensweise gegenüber den Muslimen einführen. Die Politik muss sich den Problemen und Schwierigkeiten der Muslime auseinandersetzen und den Anforderungen und Wünschen der Muslime Antworten finden. Die Regierung und die Politiker in diesem Land dürfen nicht über die Muslime hinwegsehen. Muslimische Bürger haben ebenso wie andere Glaubensgemeinschaften ein Wahlrecht und das Recht gewählt zu werden.

Muslime in diesem Land haben sicherlich die Parteien gewählt, die ihrer Meinung nach, sich am meisten für das Wohl der Muslime einsetzen.

Daher ist es gar nicht einmal so wichtig, wer die Regierung stellt. Wichtig ist, nach Wegen für die erfolgreiche Lösung der Probleme der Gesellschaft zu suchen. Und dabei dürfen die Muslime nicht ausser Acht gelassen werden. Die Wahlen haben deutlich gemacht, dass das Volk nicht eine einzige Partei in der Regierung haben möchte, sondern dass sich unterschiedliche Meinungen an der Regierungsbildung beteiligen. Muslimische Wähler werden in Zukunft noch mehr Gewicht und Mitbestimmungsrecht für das Schicksal und die Zukunft des Landes haben. Muslime, die hier leben, sollten dies erkennen und für den Fortschritt der Gesellschaft mehr Einsatz bringen. Dabei muss in erster Linie das Wohl aller Schichten und Gruppen im Vordergrund stehen, nicht das Wohl einer Partei.

  1. 3.     Aus Sicht aller Menschen, die in Deutschland leben

Es bedarf einer Regierung, die Gerecht ist und keinen Unterschied zwischen Einheimischen und Ausländern macht. Es müssten ernsthafte und vernünftige Projekte für die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, schlechte wirtschaftliche Lage und für Themen wie Menschenrechte, Ausländerrechte und das Recht auf freie Glaubensausübung, entwickelt und umgesetzt werden. Die Integrationspolitik muss realistisch sein, auch hier müssen auf Vernunft basierende Projekte entwickelt werden. Die Ausländerfeindlichkeit darf nicht noch mehr angeheizt werden. Ausländer, die in diesem Land leben, müssen als Bürger dieses Landes anerkannt werden und dementsprechend behandelt werden. Anstatt Nationalismus muss Humanismus und der Mensch im Vordergrund stehen, egal, woher er stammt.

Wir hoffen, dass die neue Regierung diese Themen ernst nimmt, für die Lösung der Probleme der Gesellschaft eine geeignete Koalition bildet und für das Wohl Gesellschaft notwendige Schritte unternimmt.

3. Oktober, Tag der deutschen Einheit

 

وَاعْتَصِمُوا بِحَبْلِ اللَّهِ جَمِيعًا وَلَا تَفَرَّقُوا

Und haltet euch allesamt fest am Seile Allahs; und seid nicht zwieträchtig; ( Aal-Imran, 103)

Liebe Geschwister im Islam,

morgen ist der Tag der Deutschen Einheit. Der Tag der deutschen Einheit ist für uns Muslime auch von großer Bedeutung, denn auch wir sind ein Teil dieser Gesellschaft, auch wenn wir einen anderen Glauben haben, als die Mehrheitsgesellschaft. Daher ist der Tag der Deutschen Einheit nicht nur ein Feiertag für die Deutschen, sondern für alldiejenigen, die sich als ein Teil dieser Gesellschaft betrachten. Was aber können wir tun, um die Einheit und das gute Miteinander in diesem Land zu fördern?

Wenn sich die einzelnen Mitglieder der Gesellschaft untereinander nicht kennen, können sie auch nicht gemeinsam, als eine Einheit, handeln. Nur im gegenseitigem Vertrauen können die gemeinsamen Probleme der Gesellschaft gelöst werden. Deswegen ist das gegenseitigen Vertrauen für die Gesellschaft von größter Bedeutung und dieses Vertrauen kann nur erreicht werden, wenn sich die unterschiedlichen Teile der Gesellschaft kennenlernen. Der Tag der offenen Moscheen ist eine gute Gelegenheit dieses Kennenlernen zu fördern. Wir müssen aufeinander zugehen und uns ein eigenes Bild von dem anderen machen. Nur durch die persönliche Erfahrung ist ein richtiges Kennenlernen möglich, nicht durch Berichte oder Erzählungen anderer.

Das Aufeinanderzugehen muss ohne Vorurteile, parteilos und gewissenhaft geschehen. Nur so können wir uns tatsächlich untereinander kennenlernen.

Das eigentliche Problem besteht darin, dass wir uns aufgrund der Unkenntnis, immer mit Vorurteilen begegnen und eine Annäherung vermeiden.

3. Oktober, Tag der offenen Moscheen

 

إِنَّمَا يَعْمُرُ مَسَاجِدَ اللَّهِ مَنْ ءَامَنَ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ وَأَقَامَ الصَّلَاةَ وَءَاتَى الزَّكَاةَ وَلَمْ يَخْشَ إِلَّا اللَّهَ فَعَسَى أُولَئِكَ أَنْ يَكُونُوا مِنَ الْمُهْتَدِينَ

 

Der allein vermag die moscheen Allahs zu erhalten, der an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und das Gebet verrichtet und die Zakat zahlt und keinen fürchtet denn Allah: diese also mögen unter denen sein, welche den rechten Weg finden.

( At-Tauba, 18)

Auch in diesem Jahr begehen wir mit vielen anderen Moscheen in Deutschland den Tag der offenen Moscheen. Wir öffnen unsere Türen um unseren Nachbarn für Fragen und Gespräche zur Verfügung zu stehen. Wir möchten hiermit ein Zeichen setzen, dass auch wir zu dieser Gesellschaft gehören und laden unsere Nachbarn und nichtmuslimischen Mitbürger in unsere Moschee ein, damit sie uns näher kennenlernen können. Der Tag der offenen Moscheen ist eine gute Gelegenheit das gegenseitige Kennenlernen zu fördern.

Die Moscheen sind nicht nur ein Ort der Gottesdienste, sie sind gleichzeitig ein Ort in der die Probleme der Gesellschaft besprochen und gelöst werden sollten. Eines der Weisheiten des Freitagsgebetes ist, dass es ein gemeinschaftliches, regionales und wöchentliches Gebet ist, welches die Probleme der Region behandeln und die Solidarität unter den Menschen fördern soll.

Die Moscheen und alle anderen Gebetshäuser sollten sich deren eigentlicher Mission widmen und ein Zentrum für Religion, Wissen, Kultur, Kunst und Solidarität sein. Sie sollten ein Ort sein, Probleme der Gesellschaft zu analysieren und Lösungswege zu finden.

Möge Allah uns zu denjenigen zählen, die ihre Aufgabe erkennen und danach handeln.

Möge Allah uns zu denjenigen zählen, die der Wahrheit und der Gerechtigkeit folgen.

Möge Allah uns zu denjenigen zählen, die die Wahrheit sagen und danach handeln.

 

„Der Friede sei mit Euch und Allahs Barmherzigkeit und Seine Gnade“

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