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Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Begnadenden

Wahrlich, wir Selbst haben das Gedenken hinabgesandt, und sicherlich werden wir ihre Behütenden sein. (Heiliger Qur´an, 15:9)

Imperialistische Mächte, die das Dasein einer himmlischen Religion und göttlichen Lehren nicht tolerieren können, haben mit der abscheulichen Verbrennung des alle himmlischen Offenbarungen beherbergenden Heiligen Qur´ans ihren teuflischen Taten eine neue Verschwörung hinzugefügt.

Jene Zionisten, die Handlanger des Teufels und Feinde der Menschheit sind, haben mit dieser Tat erneut einen Aufruhr ausgelöst. Der heilige Qur´an lehrt uns, dass Aufruhr schlimmer als Töten ist (Qur´an 2,191), und jene Zionisten haben mit dieser Tat eine schlimmere Tat als das Töten von Menschen getan und einen Verrat gegenüber der gesamten Menschheit, gegenüber Juden, Christen, Muslimen und allen anderen, begangen.

Diese verabscheuungswürdige Aktion hat nicht zufällig am 11.September und am Tag des großen muslimischen Festes stattgefunden, sondern ist ein Teil des teuflischen Planes der Zionisten. Die Imperialisten wollen mit dieser Tat die Ereignisse des 11. September mit dem Qur´an und dem Islam in Verbindung bringen und die Muslime für diese Tat verantwortlich machen.

Am Tag eines der größten islamischen Feste inszenierten die Zionisten diesen teuflischen Akt, um die Glückseligkeit, Geschwisterlichkeit und den Frieden in den Schatten zu stellen. Die wahren Akteure des 11. September 2001 haben sich mit dieser Aktion offengestellt und versuchen verzweifelt das Interesse der Menschen in eine andere Richtung zu lenken, damit ihre Maske nicht fällt und ihre wahren Gesichter nicht gesehen werden.

Mit der Schändung und Verbrennung der Seiten des heiligen Qur´ans versuchen derartige Zionisten einen globalen Aufruhr zu stiften, da sie die Verbreitung der göttlichen Religion auf der Welt nicht verhindern und ihre Botschaft nicht abändern können. Derartige Zionisten wissen genau, dass die göttliche Lehre eine Sonne und ein Licht der Rechtleitung ist, mit dessen Verbreitung die in Dunkelheit und Finsternis lebenden Gestalten zum Vorschein kommen. Diese Imperialisten versuchen vergebens, dieses Tag für Tag stärker scheinende Licht auszulöschen.

Diese armselige Dienerschaft der Imperialisten hat mit der Schändung des heiligen Qur´ans, welches die wahre Thora, die Psalter, die Bibel und alle anderen himmlischen Schriften bestätigt und in sich bewahrt in Wahrheit die Thora und den Propheten Moses (Friede sei mit ihm), die Bibel und Jesus (Friede sei mit ihm), die Psalter und David (Friede sei mit ihm) und alle Propheten und ihre Schriften beleidigt und verleumdet.

Jeder Gläubige Monotheist, der an die Einheit Gottes glaubt, muss gegenüber dieser abscheulichen Tat kritisch reagieren und die nötige Antwort erteilen.

„Diejenigen, die Allahs Botschaften entfalten und ihn fürchteten und nicht fürchten einen außer Allah. Und Allah genügt als Abrechner.“ ( Heiliger Qur´an, 33:39)

Appell an die Islamische Gemeinschaft:

Die islamische Gemeinschaft hat gegenüber diesem globalen teuflischen Plan göttliche Aufgaben und Pflichten.

  1. Wir dürfen nicht in die Falle der Zionisten tappen, die Aufruhr, Streit und Chaos zwischen Muslimen, Christen und Juden bewirken wollen.
  2. Jeder von uns muss die heiligen Lehren des Qur´ans ins Leben rufen und anstreben, selber ein lebendiger und lebender Qur´an zu sein.
  3. Die beste Antwort an die Imperialisten ist die globale Hinwendung zum Heiligen Qur´an. An jedem Ort und überall müssen wir uns mobilisieren und den Heiligen Qur´an lernen und lehren.
  4. Wir müssen die Universalität, Rationalität und die Wissenschaftlichkeit des Heiligen Qur´ans viel mehr denn je, auf jeder Plattform verbreiten. Der Heilige Qur´an ruft zu Gerechtigkeit und Frieden zwischen den Gesellschaften auf.
  5. So wie alle himmlischen Lehren ist der Heilige Qur´an gegen Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Besatzung, Massaker und Aufruhr und wird sich immer entschlossen und aufrecht gegen sie stellen, die diese ausüben.
  6. Die islamischen Weltgemeinschaft hat die Aufgabe und die Pflicht, sich von den Rängen derjenigen, die die Seiten des Qur´ans an die Speere hängen/diese verbrennen, zu trennen und an der Seite des lebendigen Qur´an zu stehen.

Die islamische Weltgemeinschaft darf gegenüber diesem Verrat nicht schweigen, sie darf nicht ihre göttliche Pflicht außer Acht lassen. Das Schweigen gegenüber dieser Beleidigung und gegenüber der Heiligkeiten, bedeutet nichts anderes als an diesem Verrat teilzuhaben.

„Sie wollen Allahs Licht mit ihren Mündern auslöschen, und Allah lässt sein Licht vollenden, auch wenn die Gottesleugner es verwünschen.“ ( Heiliger Qur´an, as-saff,8)

Allah´s Segen und seine Barmherzigkeit sei mit den Gläubigen.

Türkischer Ahlul-Bait Ulama Rat in Europa

Berlin, 15.09.2010

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Als PDF: Der kleine und der große Dschihad, Freitagsansprache 09.04.2010

„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“

Gepriesen sei Allah, der Erhabene und der Herr der Welten und Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten.

Ich rate mir selbst und Ihnen zu Frömmigkeit und Gottesfurcht.

أَمْ كُنْتُمْ شُهَدَاءَ إِذْ حَضَرَ يَعْقُوبَ الْمَوْتُ إِذْ قَالَ لِبَنِيهِ مَا تَعْبُدُونَ مِنْ بَعْدِي قَالُوا نَعْبُدُ إِلَهَكَ وَإِلَهَ ءَابَائِكَ إِبْرَاهِيمَ وَإِسْمَاعِيلَ وَإِسْحَاقَ إِلَهًا وَاحِدًا وَنَحْنُ لَهُ مُسْلِمُونَ

 Waret ihr zugegen, als der Tod Jakob nahte? Da er zu seinen Söhnen sprach: «Was werdet ihr nach mir anbeten?», antworteten sie: «Wir werden anbeten deinen Gott, den Gott deiner Väter – des Abraham, des Ismael und des Isaak -, den Einigen Gott; und Ihm ergeben wir uns.» [i]

Imam Ali (a.) sprach:

 „Gesegnet ist derjenige, der seine Taten, sein Wissen, seine Liebe, sein Hass, seine Rede, seine Schweigsamkeit, seine Aussagen, seine Enthaltsamkeit absolut Allah widmet.“ [ii]

Liebe Gläubige, sehr geehrte Geschwister im Islam,

In unseren letzten Ansprachen haben wir versucht die Bedeutung von Dschihad darzulegen und erörteten dass Dschihad Bestandteil aller monotheistischen Religionen ist. Der Begriff Dschihad „Die Anstrengung“ ist und wird absichtlich von bestimmten Kreisen in seiner Bedeutung verfälscht.

Der heilige Qur´an lehrt uns, dass alle Propheten der einen und selben Religion angehörten und dieselbe Religion verkündet haben.

Im heiligen Qur´an lesen wir:

وَمَا أَرْسَلْنَا مِن قَبْلِكَ مِن رَّسُولٍ إِلَّا نُوحِي إِلَيْهِ أَنَّهُ لَا إِلَهَ إِلَّا أَنَا فَاعْبُدُونِ

Und wir schickten keinen Gesandten vor dir, dem Wir nicht offenbart haben: Es ist kein Gott außer Mir, darum dient nur Mir. [iii]

الَّذِينَ يُبَلِّغُونَ رِسَالَاتِ اللَّهِ وَيَخْشَوْنَهُ وَلَا يَخْشَوْنَ أَحَداً إِلَّا اللَّهَ وَكَفَى بِاللَّهِ حَسِيباً

Diejenigen, die Allahs Botschaften entfalten und ihn fürchteten und nicht fürchten einen außer Allah. Und Allah genügt als Abrechner. [iv]

In religiösen Angelenheiten denken und handeln alle Propheten gleich und sie verkünden alle dasselbe. Auch das Thema Dschihad ist eine gemeinsame Angelenheit aller Propheten. Der Dschihad, die Anstrengung, die heilige Abwehr und Verteidigung ist nicht nur ein Gebot des Islam´s und ist nicht nur im heiligen Qur´an verkündet worden. Er ist Bestandteil aller heiligen Schriften und ist eines der wichtigsten Gebote aller Religionen.

Wenn wir die Geschichten der Propheten und die Kriege, die sie geführt haben, betrachten, sehen wir, dass sie sich nur für die göttlichen Gebote angestrengt haben.

Die Ziele der Propheten bei Kriegen unterscheiden sich aber sehr stark von den Kriegsgründen derjenigen, die nicht an die Einheit Gottes glauben. Die Propheten führten den Dschihad um die Werte des Monotheismus zu bewahren, für die Gerechtigkeit und wegen der Gebote Gottes. Die Ungläubigen aber führen Kriege um die Etablierung der göttlichen Gerechtigkeit zu verhindern. Sie führen Kriege um Menschen auszubeuten, deren Länder zu besetzen und um alle von sich abhängig zu machen.

Wenn wir die Kriege betrachten, die heutzutage geführt werden, sehen wir dass sie niemals von den einfachen Menschen ausgehen. Imperialisten, die die Denkweise der Pharao´s vertreten, wollen ihre eigene Macht ausweiten und bekriegen und besetzen andere Länder. Die Menschen aber, deren Heimat besetzt worden ist, verteidigen ihre Heimat, ihr Hab und Gut und ihr Leben.

Jeder von uns sollte einmal sein Gewissen fragen, wer die Kriege unseres Jahrhunderts anzettelt. Wer hat Afghanistan angegriffen und verteidigt sich? Wer hat den Irak besetzt und wer ist in der Verteidigung? Wer hat den Libanon angegriffen, bombadiert und wer hat wollte seine Heimat schützen? Wer hält Palästina seit Jahrzehnten besetzt und greift tagtäglich an, und wer verteidigt sich?

Für Gesellschaften, deren Mtglieder kein Gewissen mehr haben und ihre Menschlichkeit vergessen haben gibt es vielleicht keine Probleme, da andere Länder bombadiert und mit Krieg überzogen werden. Sie vertreten wohl die Meinung, dass der Stärkere immer Recht hat. Ein System, welches nur auf Raub, Krieg, Besatzung und Massaker aufgebaut ist, kennt keinen anderen Ausweg. Sie müssen für ihre Existenz immer mehr massakrieren und Kriege führen, denn sonst könnten sie nicht weiter existieren. Sie wissen nicht, was es heisst unter dem Banner der Gerechtigkeit zu leben. Sie wissen nicht, was Gerechtigkeit ist. Deren Gerechtigkeit ist Gewalt, Menschrechte sind nur ihre eigenen Rechte und alle anderen haben keine Rechte.

In der Geschichte haben Thyrannen wie Pharao oder Nimrut die Menschen versklavt und sie behaupteten, dass sie deren „Gott“ seien. Heute wollen die Imperialistischen Mächte ihre eigene Macht und ihr eigenes System mit Gewalt der Welt und der Menschheit aufdrängen. Sie besetzen und führen Kriege.

Möge Allah dazu verhelfen zu denjenigen zu gehören, die sich für die Gerechtigkeit, für die Wahrheit und für Menschrechte anstrengen.

Der kleine und der große Dschihad

Bisher haben wir nur über den sogenannten kleinen Dschihad gesprochen. Jedoch gibt es daneben noch die große Anstrengung (dschihad). Nämlich die Anstrengung der Seele (Dschihadun-nafs), die weit bedeutender ist, als der erste Bereich des Dschihad´s. In unseren nächsten Ansprachen möchten wir dieses wichtige Thema im Islam ausführlich behadeln.

Es wird von Prophet Muhammed (s.) überliefert, dass er einer Truppe, die von einer Schlacht zurückkamen, sagte:

„Gesegnet sind, welche die kleine Anstrengung [dschihad] vollbracht haben und nun die große noch vollbringen müssen“. Als man ihn fragte, was denn die große Anstrengung [dschihad] sei, antwortete der Prophet: “Die Anstrengung [dschihad] der eigenen Seele.“

Imam Sadiq (a.) sagte:

Wer sich selbst zu zügeln weiss – sei es nun beim Vergnügen oder in der Angst, in der Begierde, Wut oder auch in der Freude – dessen Leib hat Gott den Höllenflammen verboten. [v]

Im heiligen Qur´an lesen wir:

وَالَّذِينَ جَاهَدُوا فِينَا لَنَهْدِيَنَّهُمْ سُبُلَنَا وَإِنَّ اللَّهَ لَمَعَ الْمُحْسِنِينَ

Und diejenigen, die sich in unserer Sache anstrengen – Wir werden sie gewiss auf Unseren Wegen leiten. Wahrlich, Allah ist mit den Wohltätern. [vi]

Möge Allah uns zu denjenigen zählen, die sich auf Seinem Weg und zu Seiner Zufriedenheit anstrengen.

 „Der Friede sei mit Euch und Allahs Barmherzigkeit und Seine Gnade“

 


[i] Heiliger Qur´an, Al Baqara, 133

[ii] Bihar-ul-Anwar, vol. 77, S. 289

[iii] Heiliger Qur´an, Al-Anbiya, 25

[iv] Heiliger Qur´an, Al-ahzab, 39

[v] Wassail Schia, 2. Band, Seite 123

[vi] Heiliger Qur´an, Al-Ankabut, 69

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ALS PDF: Die Wahrheit des Dschihad, Freitagsansprache 02.04.2010

„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“

Gepriesen sei Allah, der Erhabene und der Herr der Welten und Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten.

Ich rate mir selbst und Ihnen zu Frömmigkeit und Gottesfurcht 

شَهِدَ اللَّهُ أَنَّهُ لَا إِلَهَ إِلَّا هُوَ وَالْمَلَائِكَةُ وَأُولُو الْعِلْمِ قَائِمًا بِالْقِسْطِ لَا إِلَهَ إِلَّا هُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

 Bezeugt hat Allah, es gibt keinen Gott außer Ihm; und die Engel und Vordere des Wissens; Er sorgt für die Gerechtigkeit. Es ist kein Gott außer Ihm, dem Allmächtigen, dem Allurteilenden. [1]

Imam Ali (a.) sprach: Wer mit der Tat eines Volkes zufrieden ist, der ist so, als ob er sie mit ihnen zusammen getan hätte, und auf jedem, der Unrecht begeht, lasten zwei Sünden: Die Sünde, dass er es getan hat und die Sünde, dass er damit zufrieden war.[2]

 

Die Wahrheit des Dschihad´s

Liebe Gläubige, sehr geehrte Geschwister im Islam,

Wie wir in den letzten Ansprachen deutlich gemacht haben, ist der Dschihad in der Religion keineswegs kein heiliger Krieg, sondern eine heilige Verteidigung und eine notwendinge Abwehr. In der Essenz der Religion liegt die Gerechtigkeit. Diese wird mit Wissen und Erziehung verkündet und verbreitet, manchmal aber auch mit Krieg verteidigt und idealerweise mit Leben in Frieden ausgelebt.

Das Ziel der Religion ist die Unwissenheit aus der Welt zu schaffen, Wissen zu verbreiten und die Ungerechtigkeit zu bekämpen.

Einige Mächte, die die Menschen ausbeuten und die gesamte Menschheit versklaven möchten, wollen nicht, dass andere Völker, Länder und Gesellschaften sich entwickeln. Sie wollen, dass andere Völker unwissend und technisch zurückgeblieben bleiben, um sie ausbeuten zu können. Obwohl die Menschen einiger Länder nur modernes Wissen und fortschrittliche Technologie nutzen möchten, werden sie durch diese bösen Mächte und daran gehindert, sich das Wissen und die Technik anzueignen. Diejenigen Länder, die moderne Technologien besitzen, verfolgen nur das Ziel, dass die restlichen Menschen von ihnen abhängig bleiben, damit sie sie ausbeuten können.

Eines der Kriege und Machtkämpfe in der heutigen Zeit ist der Krieg um Wissen und Technologie. Länder, die modernes Wissen besitzen, verhindern andere Länder sich dieses Wissen anzueignen und werfen vor, dass sie dieses Wissen zu militärischen Zwecken verwenden können. Astronomie, Atomkraftwerke und Atomtechnologie sind nur einige dieser Wissenssparten.

Im heiligen Qur´an lesen wir:

إِنَّ اللَّهَ يَأْمُرُكُمْ أَنْ تُؤَدُّوا الْأَمَانَاتِ إِلَى أَهْلِهَا وَإِذَا حَكَمْتُمْ بَيْنَ النَّاسِ أَنْ تَحْكُمُوا بِالْعَدْلِ إِنَّ اللَّهَ نِعِمَّا يَعِظُكُمْ بِهِ إِنَّ اللَّهَ كَانَ سَمِيعًا بَصِيرًا

Allah gebietet euch, daß ihr die Treuhandschaft jenen übergebt, die ihrer würdig sind; und wenn ihr zwischen Menschen richtet, daß ihr richtet nach Gerechtigkeit. Fürwahr, herrlich ist, wozu Allah euch ermahnt. Allah ist allhörend, allsehend.[3]

Eine andere Art der Ausbeutung ist die wirtschaftliche Ausbeutung. Große Unternehmen und Holdings halten die Weltwirtschaft in ihrer Kontrolle. Sie beuten die Bodenschätze von armen Ländern aus um ihren eigenen Reichtum zu vermehren. Damit werden die armen Ländern noch ärmer. Wir beobachten, dass in allen Ländern, wo Bodenschätze vorkommen, Krieg geführt wird. Der Grund für diese Kriege ist, dass Industrieländer diese armen Länder besetzen um deren Bodenschätze plündern zu können. Der wahre Grund für die Kriege im Nahen Osten sind die Bodenschätze dieser Länder. Einige wollen die Bodenschätze dieser Länder im Nahen Osten plündern. Und wer sich dagegen stellt wird mit Krieg bestraft. Wer ist nun der Schuldige an diesen Kriegen? Derjenige, der besetzt, bombadiert und ausbeutet oder das arme Volk, das kein Sklave werden will, sich nicht ausbeuten lassen will und in Freiheit und Würde leben will?

Ein anderer Bereich der Ungerechtigkeit in unseren heutigen Welt, ist die politische Situation und das Etablieren des Imperialismus. Einige Länder, die militärisch und finanziell stark und mächtig erscheinen, wollen, dass alle anderen Menschen ihnen folgen und sich zu ihren Untertanen erklären. Sie wollen ihre eigenen politischen Modelle etablieren. Sie sehen sich als die Eigentümer der Erde und nehmen anderen Ländern ihre Freiheit weg. Sie besetzen im Namen der Demokratie andere Länder, stürzen deren Regierungen und setzen ihre eigenen Marionettenregierungen ein. Ist dies nicht eine Art der Sklaverei? Man will mit Gewalt eine Regierung stürzen, die das Volk gewählt hat. Sklaverei bestand früher darin, das man Menschen gekauft und verkauft hat. Heute wird dies auf eine andere Art und Weise gemacht. Ist es denn nicht Recht eines jeden freien Volkes, sich gegen diese Art Sklaverei zu wehren?

Die Religion sieht hier den Dschihad, die heilige Abwehr, vor. Sie will die Unwissenheit beseitigen. Alle Menschen sollten von den Wissen und Technologie profitieren um ein besseres Leben führen zu können. Wissen schafft Sicherheit und Frieden. Wissen beseitigt jede Art von Ungerechtigkeit.

Die Religion sieht den Dschihad auch in wirtschaflichen Angelegenheiten vor. Sie ist gegen die Ausbeutung. Die Religion will, dass die Schätze der Erde gerecht unter allen Menschen verteilt werden. Sie ist für einen Kampf gegenüber jenen Kräften, die diese Schätze ausbeuten. Die Religion will die soziale Gerechtigkeit und deswegen gibt es den Dschihad, die heilige Anstrengung und Verteidigung. Dschihad gegen Ausbeutung, Dschihad gegen Armut und Sklaverei.

Wenn wir nun genau betrachten und analysieren sehen wir, dass der Dschihad, den die Religion, vor allem der Islam vorsieht, für das allgemeine Wohlbefinden aller Menschen auf der Welt ist. Ist dieser Dschihad nicht dafür da, die soziale Gerechtigkeit auf der Welt zu etablieren?

Diejenigen, die den Dschihad als Krieg und Blutvergießen verfälscht verbreiten, verraten und betrügen die Menschheit.

Der Dschihad des Islams ist der Kampf gegen Armut, gegen Unwissen, gegen Ausbeutung und Ungerechtigkeit. Er ist gegen Besatzung und Sklaverei. Der Dschihad des Islams ist der Kampf für die Freiheit und gegen den Imperialismus.

Ist dieses Dschihadverständnis denn nicht eine Wohltat für die ganze Menschheit?

Der Islam verbietet jede Waffe, die für das Töten von Menschen entwickelt wird, jedoch produzieren die weltlichen Systeme jeden Tag eine neue Waffe und setzen diese auch gegen unschuldige Menschen ein.

Solange die Menschen, sich nicht an die Lehren der Religion wenden, werden die Kriege und Ausbeutungen kein Ende finden können. 

Möge Allah uns dazu verhelfen, auf der Seite der Unschuldigen zu sein und gegen die Ungerechtigkeit zu kämpfen. 

 „Der Friede sei mit Euch und Allahs Barmherzigkeit und Seine Gnade“

 


[1] Heiliger Qur´an, Aal Imran, 18

[2] Nahdschul Balagha, Subhi-l-Salih, Qisar-ul-Hukm, 154, S. 499

[3] An-Nisa, 58

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ALS PDF: Islam, Religion des Friedens oder des Krieges?  Freitagsansprache 26.03.2010

„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“

Gepriesen sei Allah, der Erhabene und der Herr der Welten und Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten.

Ich rate mir selbst und Ihnen zu Frömmigkeit und Gottesfurcht.

الَّذِينَ ءَامَنُوا يُقَاتِلُونَ فِي سَبِيلِ اللَّهِ وَالَّذِينَ كَفَرُوا يُقَاتِلُونَ فِي سَبِيلِ الطَّاغُوتِ فَقَاتِلُوا أَوْلِيَاءَ الشَّيْطَانِ إِنَّ كَيْدَ الشَّيْطَانِ كَانَ ضَعِيفًا

Diejenigen, die überzeugt sind, kämpfen für Allahs Sache, und die nicht glauben, kämpfen für die Sache des Teufels; darum kämpft gegen die Anhänger des Satans! Wahrlich, die List des Satans ist schwach. [1]

Der Prophet sagte: „Es gibt für jede gute Tat eine bessere, bis dass ein Mann auf demWege Allahs getötet wird. Und wenn er auf dem Wege Allahs, des Mächtigen und Erhabenen, getötet wird, dann gibt es keine bessere Tat als diese.“ [2] 

 Ist der Islam eine Religion des Friedens oder Krieges?

Liebe Gläubige, sehr geehrte Geschwister im Islam,

Um der Frage nachzugehen, ob der Islam eine „Religion des Friedens“ oder eine „Religion des Krieges“ ist, bedarf es einer kurzen Einleitung:

Krieg und Frieden sind Eigenschaften der Naturwelt und der materiellen Welt. Die immaterielle Welt indes ist eine Welt ohne Konflikte, Krieg und Kampf. Sie ist ein Ort des absoluten Friedens und der Geschwisterlichkeit. Krieg und Frieden, Konflikt und Verständigung sind Begebenheiten unserer materiellen Welt. Ein Wesen (Mensch oder Tier) kann nicht auf Dauer und immerwährend in Frieden mit anderen Geschöpfen zusammenleben, aber auch nicht auf Dauer im Kampf. Jedes Geschöpf muss um die eigene Existenz zu schützen manchmal in Frieden schließen und manchmal auch Krieg führen. 

Da der Mensch auch ein materielles Wesen ist und nicht kann er auch nicht ausserhalb dieser Kriege, Verteidigungs- oder Angriffskriege stehen. Aus dieser Sicht betrachtet gibt es keinen Unterschied zwischen den Kriegen der Propheten und “Heiligen” “Auliya” und der Kriege von tyranischen Herrscher und Machthaber. Der einzige Unterschied besteht nur in den Zielen und das Bewusstsein weshalb man Krieg führt. Der Unterschied liegt also in dem Beweggrund.

Allah, der Erhabene hat für die Welt die absolute Gerechtigkeit bestimmt. Es ist heute klar, dass dies nicht möglich sein wird, bevor die Religion Gottes die ganze Welt erreicht hat und die Menschen zu vollkommener Vernunft und vollkommener Überzeugung gelangt sind.

Das grösste Hindernis zu diesem Ziel sind die tyranischen Herrscher und Machthaber. Sie wollen die Gesellschaft in den Abgrund schieben und über sie herrschen.

Im heiligen Qur´an lesen wir über ungerechte Machthaber:

قَالَتْ إِنَّ الْمُلُوكَ إِذَا دَخَلُوا قَرْيَةً أَفْسَدُوهَا وَجَعَلُوا أَعِزَّةَ أَهْلِهَا أَذِلَّةً وَكَذَلِكَ يَفْعَلُونَ

Sie sagte: Wahrlich, wenn Könige in ein Land eindringen, verwüsten sie es und sie haben die höchsten seiner Angehörigen zu den niedrigsten errichtet. Und derart verfahren sie. [3]

An einer anderen Stellen lesen wir im heiligen Qur´an:

وَإِذَا تَوَلَّى سَعَى فِي الْأَرْضِ لِيُفْسِدَ فِيهَا وَيُهْلِكَ الْحَرْثَ وَالنَّسْلَ وَاللَّهُ لَا يُحِبُّ الْفَسَادَ

Wenn er sich abwendet, bemüht er sich, überall auf der Erde Unheil zu stiften, und vernichtet das Saatfeld und die Nachkommenschaft. Und Allah liebt das Unheil nicht.[4]

Die Propheten bemühten sich aber für den Fortschritt und der Entwicklung der Menschheit. Sie erhalten die Lehren der Religion von Gott und bemühen sich diese umzusetzen. Sie stellten sich stets gegen das Unheil und Zwietracht und wollten immer nur die Gerechtigkeit etablieren.

Im heiligen Qur´an lesen wir über die Gesandten Gottes:

لَقَدْ أَرْسَلْنَا رُسُلَنَا بِالْبَيِّنَاتِ وَأَنزَلْنَا مَعَهُمُ الْكِتَابَ وَالْمِيزَانَ لِيَقُومَ النَّاسُ بِالْقِسْطِ وَأَنزَلْنَا الْحَدِيدَ فِيهِ بَأْسٌ شَدِيدٌ وَمَنَافِعُ لِلنَّاسِ وَلِيَعْلَمَ اللَّهُ مَن يَنصُرُهُ وَرُسُلَهُ بِالْغَيْبِ إِنَّ اللَّهَ قَوِيٌّ عَزِيزٌ 

Wahrlich, wir schickten Unsere Gesandten mit der Deutlichen und sandten mit ihnen das Buch und die Waagewerte herab, auf dass die Menschen Gerechtigkeit üben mögen. Und Wir schufen das Eisen, worin gewaltiges Leid wie auch zu Nutzen für die Menschheit ist, damit Allah die bezeichne, die Ihm und Seinem Gesandten, wenngleich ungesehen, beistehen. Wahrlich, Allah ist Allmächtig, Erhaben. [5]

Allah, der Erhabene lehrt uns mit diesem Vers des heiligen Qur´ans, dass Er seine Propheten mit dem Buch, der religiösen Lehren und dem Eisen -welches den Krieg symbolisiert-   ausgestattet. Im Lichte der göttlichen Eingebung und Offenbarung sollen die Menschen ihren Glauben und ihre Überzeugung stärken und mit der Waffe, dem Eisen, sollen sie die Feinde abwehren, von denen sie bedroht werden.

Die Lehren der Religion sind bei allen Propheten die gleichen. Alle Propheten handeln gleich und verkünden dieselbe Lehre. Sie handeln und denken auch bei den Geboten des Dschihad gleich. Das Gebot  zum Dschihad, der heiligen Verteidigung kommt sowohl im Qur´an vor, als auch in der Bibel von Jesus (a.) und der Thora von Moses (a.).

Ist der Islam nun eine Religion des Friedens oder des Krieges? Aus den göttlichen Lehren können wir verstehen, dass der Islam weder eine Religion des Friedens noch eine Religion des Krieges ist. Der Islam ist eine Religion der Gerechtigkeit. Der Islam bemüht sich für eine gerechte Welt. Diese Bemühungen bedürfen sowohl den Frieden aber auch manchmal den Krieg. Der Islam ist gegen unterdrückerische und tyranische Mächte, die sich der Gerechtigkeit in den Weg stellen.  Aber der Islam sieht vor, dass man in Frieden miteinander leben soll.

Der Westen, vor allem die herrschenden Politiker stellen den Islam als eine Religion nur des Friedens dar, damit sich die Muslime nicht gegen deren Unterdrückungen, Kriegen, Besatzungen, Ausbeutungen wehren. Und diejenigen Muslime, die für ihre Rechte kämpfen und sich gegen die Unterdrücker und Besatzer stellen, werden als Terroristen abgestempelt.

Es gibt aber auch einige, die Behaupten, dass der Islam eine Religion des Krieges sei, da auch die Propheten Kriege geführt haben. Aber beide Gruppen irren sich, beide haben den Islam nicht richtig erkannen und verstehen können. Die erste Gruppe versucht absichtlich die Gebote der Religion über Dschihad, der Verteidigung, der Anstrengung, zu verfälschen und die andere Gruppe hat die Ziele der Propheten nicht richtig erkannt.

Wenn wir die Kriege, die die Propheten geführt haben, genauer betrachten und analysieren, sehen wir, dass die Propheten nie einen Krieg begonnen haben, sondern sich nur verteidigt haben, wenn sie angegriffen wurden. Die Kriege gingen immer von den Tyrannen und Ausbeutern aus. Sogar im Kampffeld haben die Muslime nie den ersten Schwert gehoben oder den ersten Pfeil geworfen.

Sowohl im Geist des Friedens als auch im Geist des Krieges, den der Islam vorsieht, existiert Gerechtigkeit.

Der Islam ist eine Religion der Gerechtigkeit und ist gekommen um die Gerechtigkeit zu auf der Erde zu etablieren. Diese Gerechtigkeit will der Islam mit Bildung und Erwziehung umsetzen, aber wenn dies durch andere behindert wird und die Gerechtigkeit angegriffen wird, sieht der Islam auch den Verteidigungskrieg vor.

Möge Allah uns zu denen zählen, die sich der Gerechtigkeit bemühen.

„Der Friede sei mit Euch und Allahs Barmherzigkeit und Seine Gnade“


[1] Heiliger Qur´an, an-nisa, 76

[2] Bihar-ul-Anwar Teil 100, S. 10

[3] Heiliger Qur´an,  an-naml, 34

[4] Heiliger Qur´an,  al-baqara, 205

[5] Heiliger Qur´an,  al-hadid, 25

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Als PDF: Dschihad im Christentum und im Judentum – Freitagsanpsrache 19.03.2010

„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen“

Gepriesen sei Allah, der Erhabene und der Herr der Welten und Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten.

Ich rate mir selbst und Ihnen zu Frömmigkeit und Gottesfurcht.

لَكِنِ الرَّسُولُ وَالَّذِينَ ءَامَنُوا مَعَهُ جَاهَدُوا بِأَمْوَالِهِمْ وَأَنْفُسِهِمْ وَأُولَئِكَ لَهُمُ الْخَيْرَاتُ وَأُولَئِكَ هُمُ الْمُفْلِحُونَ

 Jedoch der Gesandte und die Gläubigen mit ihm, die mit ihrem Gut und ihrem Blut streiten, sie sind es, denen Gutes zuteil werden soll, und sie sind es, die Erfolg haben werden. 

Der Prophet sandte eine Truppe (seiner Gefährten in eine Verteidigungsschlacht). Als sie zurückkehrten, sprach er: „Willkommen den Leuten, die die kleine Anstrengung [dschihad] beendet haben, und es bleibt ihnen die große Anstrengung [dschihad].“ Dann wurde gefragt: „Oh Gesandter Allahs, was ist die große Anstrengung [dschihad].“ Er sprach: „Die Anstrengung der Seele [dschihad unnafs].“

Liebe Gläubige, sehr geehrte Geschwister im Islam,

In unserer letzten Freitagsansprache haben wir über den Dschihad, der Anstrengung gesprochen.

  • Dschihad ist ein Grundpfeiler der Religion
  • Dschihad wird in der westlichen Welt falsch interpretiert oder bewusst falsch dargestellt
  • Dschihadverständnis aus den Versen des heiligen Qur´ans.

Heute wollen wir darlegen, dass der Dschihad in allen monotheistischen Religionen vorkommt und dass alle Propheten den Dschihad, die Anstrengung, verkündet, gepredigt und praktiziert haben.

Der Dschihad im Christentum und im Judentum

Wir wir aus den Qur´anversen entnehmen können, ist der Dschihad nicht ein Aufruf zu einem Angriffskrieg oder einem unnötigen Blutvergießen. Ganz im Gegenteil, der Dschihad ist eine berechtigte und vernünftige Abwehr und eine heilige Verteidigung gegenüber denen die Krieg verursachen. Diese Anstrengung ist die Pflicht und das Recht eines Jeden von uns.

Jede Religion hat das Gebot einer heiligen Verteidigung. Es ist falsch zu behaupten, dass es im Christentum keine bewaffnete Verteidigung gibt. Wenn man die Aussagen des Propheten Jesus (s.) betrachtet oder die unverfälschte Bibel studiert, wird man sehen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Es ist irreführend, die Lehren des Christentums aus den selbstverfassten und den verfälschten Büchern, dem alten Testament (Thora) und dem Neuen Testament (Bibel) zu verbreiten. Die heilige Bibel wurde leider durch weltsüchtige Mächte in die eigene Gewalt genommen. Daher sind die Aussagen der echten Bibel mit den Bibeln die im Umlauf sind, nicht übereinstimmend.

Die westliche Welt hat die Religion von der Politik gesondert und die Religion nur in die Kirche verbannt. Sie verfälschten die wahren Lehren der Religion und behaupteten, das Christentum würde dies befürworten.

Die Lehren des Judentum und des Christentum werden seit Jahrhunderten durch den Qur´an und den Islam geschützt und bewahrt. Nur aus dem heiligen Qur´an können wir die wahren Lehren des Judentum und des Christentums lernen. Wenn es den Qur´an nicht geben würden, hätte man heute keinerlei Informationen über das Judetum und das Christentum.

Als Beispiel kann genannt werden, dass es in der heutigen, verfälschten Thora zu lesen ist, dass Gott, der Erhabene, mit den Propheten ringte, oder dass einige Propheten schlechte und unmoralische Eigenschaften hatten. Oder, dass die heilige Maria unrechtmäßig beschuldigt wird. Kann es denn sein, dass Jesus (a) es bewürwortet, dass man die andere Wange hinhalten soll, wenn jemand in einen in das Gesicht schlägt? Der heilige Qur´an lehrt uns, dass die Propheten keinerlei Fehler begehen und dass sie frei von Sünden und unmoralischem Charakter sind. In Bezug auf die Reinheit von Maria (a.) lesen wir im Qur´an:

وَإِذْ قَالَتِ الْمَلَائِكَةُ يَامَرْيَمُ إِنَّ اللَّهَ اصْطَفَاكِ وَطَهَّرَكِ وَاصْطَفَاكِ عَلَى نِسَاءِ الْعَالَمِينَ

«O Maria, Allah hat dich erwählt und dich gereinigt und dich erkoren aus den Weibern der Völker. 

Der heilige Qur´an hat nach seiner Offenbarung die Würde des Judentums und des Christentums bewahrt aber Rabbiner und Priester haben ihre eigene Religion verfälscht.

Einige der Lehren des Judentums und des Christentums sind Dschihad, Politik und die Angelegenheiten der Regierung. Kann der Jesus (a.) der “Befreier der Welt” sein, ohne eine Politik, einer Regierung und dem Dschihad, der Anstrengung und ohne die Verteidigung? War es möglich, dass Moses (a.) die religiösen Gebote etablieren konnte, ohne Politik und der Antrengung?

Der Heilige Quran ruft uns auf, uns so zu verhalten, wie es Jesus (a.) und seine Anhänger damals getan haben, nämlich Helfer Allah´s zu sein und Leute des Dschihads:

يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آَمَنُوا كُونوا أَنصَارَ اللَّهِ كَمَا قَالَ عِيسَى ابْنُ مَرْيَمَ لِلْحَوَارِيِّينَ مَنْ أَنصَارِي إِلَى اللَّهِ قَالَ الْحَوَارِيُّونَ نَحْنُ أَنصَارُ اللَّهِ فَآَمَنَت طَّائِفَةٌ مِّن بَنِي إِسْرَائِيلَ وَكَفَرَت طَّائِفَةٌ فَأَيَّدْنَا الَّذِينَ آَمَنُوا عَلَى عَدُوِّهِمْ فَأَصْبَحُوا ظَاهِرِينَ

O die ihr glaubt, seid Allahs Helfer, wie Jesus, Sohn der Maria, zu den Jüngern sprach: «Wer sind meine Helfer für Allah?» Die Jünger sprachen: «Wir sind Allahs Helfer.» So glaubte ein Teil von den Kindern Israels, während ein Teil ungläubig blieb. Da verliehen Wir denen, die glaubten, Stärke gegen ihren Feind, und sie wurden siegreich.

Dieser Vers ist der letzte Vers der Sura As-Saf. Die Sure as-Saf beginnt mit Erläuterungen über den Krieg und spricht dann die Gläubigen an. Der heilige Qur´an ruft die Gläubigen dazu auf, wie die Jünger Jesu zu sein. Jesus (a.) spürte die Gefahr des Feindes und fragte seine Jünger, wer bereit ist, ihm zu helfen. Die Jünger bekannten sich alle zu Jesus und Gott schenkte ihnen den Sieg. Aus diesen Versen wird deutlich, dass der Dschihad auch eine Lehre des Christentums darstellt.

An einer anderen Stelle, lesen wir ihm heiligen Qur´an:

إِنَّ اللَّهَ اشْتَرَى مِنَ الْمُؤْمِنِينَ أَنْفُسَهُمْ وَأَمْوَالَهُمْ بِأَنَّ لَهُمُ الْجَنَّةَ يُقَاتِلُونَ فِي سَبِيلِ اللَّهِ فَيَقْتُلُونَ وَيُقْتَلُونَ وَعْدًا عَلَيْهِ حَقًّا فِي التَّوْرَاةِ وَالْإِنْجِيلِ وَالْقُرْءَانِ وَمَنْ أَوْفَى بِعَهْدِهِ

Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für den Garten erkauft: sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und fallen – eine Verheißung, bindend für Ihn, in der Thora und im Evangelium und im Koran. Und wer hält seine Verheißung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels mit Ihm; denn dies fürwahr ist die höchste Glückseligkeit. 

Aus diesem Vers geht hervor, dass der Dschihad, die heiligen Anstrengung sowohl in der Thora, der Bibel als auch im heiligen Qur´an vorkommt.

Somit kann man sagen, dass die Lehren des heiligen Dschihads, der heiligen Verteidigung im Christentum, Judentum und dem Islam vorkommen und die Propheten nicht nur für Gottesdienste und ethische Werte entsandt worden sind. Die Propheten sind neben den ethischen und religiösen Werten auch damit beauftragt, die Menschen in gesellschaftlichen Angelegenheitenm wie Politik u. Recht zu führen. Die Propheten sind dazu entsandt worden, um die Gesellschaft zu bessern und zu reinigen. Und gegenüber weltlichen Mächten, die dies zu hindern versuchen, haben die Propheten die Pflicht, die Verteidigung der religiösen Werte vorzunehmen, durch Dschihad, der heiligen Anstrengung. Die Propheten lehren uns, dass deren Regierungen auch ein Verteidigungssystem haben. Die Propheten bauen ihre Regierungen nicht wie die weltlichen Regierungssyteme auf Unrecht, Krieg und Ausbeutung auf. Die Religion greift auf den Dschihad nur als Verteidigung zurück. Und dies ist ein Hauptgebot aller monotheistischen Religionen, wie Judentum, Christentum und Islam. Die göttliche Religion ist eine Gerechte Religion. Sie gibt nicht nur den Anschein des Friedens, wie die weltlichen Systeme, die besetzten und bekriegen Länder und rauben, sondern praktiziert sie auch.

Wie wir aus diesen Versen des heiligen Qur´an erkennen konnten, ist der Dschihad in der Religion verankert und auch die Politik und die Staatsgründung. Dies ist nicht nur im Islam so, sondern in allen Religionen. Der Islam zeigt uns die beste und gerechteste Art und Weise dieser Themen.

In unserer nächsten Ansprache wollen wir behandeln, ob der Islam eine Religion des Friedens oder die Religion des Krieges ist, oder keines von beiden ist.

„Der Friede sei mit Euch und Allahs Barmherzigkeit und Seine Gnade“

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Als PDF: Öffentliche Erklärung von Hudschat-ul-Islam Sabahattin Türkyılmaz zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen im Zusammenhang mit der Fatima Zehra Moschee in Frankfurt

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe friedliebende Mitbürger,

der Friede Gottes sei mit allen, die der Wahrheit folgen und mit denjenigen, die wahren Frieden anstreben. Ich nutze die Gelegenheit der öffentlichen Erklärung, um auf die vielen Fragen und Vorwürfe zu antworten, die in den letzten Tagen gestellt und gegen meine Person erhoben wurden. Ich entschuldige mich im Voraus bei jedem einzelnen Fragenden, dass es mir angesichts der Flut der Fragen nicht möglich ist, jedem Einzelnen persönlich zu antworten, hoffe aber, dass in dieser Erklärung alle Unklarheiten bereinigt werden.

Das Streben nach Frieden

Ich streite niemandem ab, dass er sich für Frieden in seiner näheren Umgebung einsetzt und so bitte ich den verehrten Leser, auch seinem potentiell politischen Gegner dieses Bestreben nicht abzustreiten. Es ist möglich, dass Menschen auf unterschiedlichen Wegen sich für Frieden einsetzen, die vernünftig zu begründen sind, damit das Gegenüber es verstehen kann.

Zweifelsohne ist eine der menschlichen Eigenschaften, mit denen der erhabene Schöpfer den Menschen ausgestattet hat, die Vernunft. Die Vernunft ermöglicht es, Wahres von Unwahrem, Richtiges vom Falschen zu unterscheiden. Es ist der wertvolle Maßstab, auch in kritischen Situationen Frieden anzustreben. Der Heilige Qur’an fordert den Menschen in zahlreichen Versen dazu auf, die ihm im Rahmen der Gnade Gottes anvertraute Vernunft zu nutzen.

Als Abraham (a.) dem Götzendienst Nimrods widersprach, appellierte er an die Vernunft der Menschen, um zu erkennen, dass der Dienst an Götzen in die Irre führt. So ist der große Prophet Abraham (a.) zum Symbol für das Zerstören von versteinerten Götzen geworden, sowohl in den Tempeln des Götzendienstes als auch in den eigenen Köpfen der Menschen; Götzen, die den Blick für die Wahrheit versperren und die Gedanken in Ketten legen.

Als Moses (a.) gesehen hat, wie der Gewaltherrscher namens Pharao die Gedanken seiner Untertanen versklavt hat, um auch ihre Körper zu versklaven, hat er an ihre Vernunft appelliert, um sie zu befreien. Jener Appell hat selbst bei einigen Verantwortungsträgern unter dem Pharao dazu geführt, dass sie ihren unmenschlichen Dienst an der Seite des Unterdrückers aufgekündigt und sich an die Seite der Wahrheit gestellt haben.

Nicht anders verhielt es sich bei der großen Persönlichkeit Jesu (a.), dem Sohn der Maria (a.), der als Geist Gottes im Islam bekannt ist. Er lehrte, dass der wertvollste
Gottesdienst darin besteht, der Menschheit dienlich zu sein. Nur in solch einem heiligen Gottesdienst kann man sich von den äußeren und inneren Götzen befreien.

Prophet Muhammad (s.) kam in einer Zeit auf die arabische Halbinsel, in der die niederträchtigste Form des Götzendienstes zu einer fürchterlichen Form der Versklavung der Menschen geführt hatte. Durch die Einladung zum Monotheismus mit Hinweis auf die Vernunft eröffnete er eine Befreiungstheologie voller Licht für alle Zukunft.

Während allen Unterdrückungssystemen gemeinsam ist, dass sie die Vernunft des Menschen auszuschalten suchen, ist allen wahrhaftigen gottesehrfürchtigen Befreiungsbewegungen gemeinsam, dass sie an die gottgegebene Vernunft des Menschen appellieren, und das haben die Gesandten Gottes in idealer Form vorgelebt. Wohl denen, die das Wort der Wahrheit hören und danach handeln; das ist eine Aussage, die in allen Religionen wiederzufinden ist.

Alle Menschen streben den Wert “Frieden“ an, aber manche glauben, dass er ein eigenständiger Wert ist wie auch der Wert “Freiheit“. Frieden und Freiheit sind aber ohne Gerechtigkeit nicht möglich. Und das Streben nach Gerechtigkeit darf nicht dadurch bekämpft werden, indem man Menschen, die nach Gerechtigkeit rufen, die Meinungsfreiheit entzieht.

Gemeinsame Wertmaßstäbe

Der Staat, in dem wir leben, ist ein demokratischer Rechtsstaat. Eines der bedeutenden Werte eines demokratischen Systems ist die Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit gilt als ein so hoher Wert, dass er im Grundgesetz verankert und garantiert wird. Dieses Recht gilt für jedes Individuum in diesem Land. Wann immer man dieses individuelle Recht einem Bürger unrechtmäßig entzieht und wer immer es auch tun möge, es würde sich um eine Unterdrückungsmaßnahme handeln, der man sich entgegen stellen müsste.

Noch schlimmer ist es, wenn man Menschen die Freiheit entzieht, sich selbst ein Urteil bilden zu dürfen. Sobald eine Instanz – welche auch immer sie sei – sowohl als Ankläger als auch als Richter und gleichzeitig als Vollstrecker des Urteils auftritt ohne der Gegenseite auch nur annähernd eine faire Chance zu geben, seine Position darzustellen, liegt eine Unterdrückung vor, die in einem Rechtsstaat unangebracht ist. Auch kann ein Dialog unterschiedlicher Positionen nur dann stattfinden, wenn die eine Seite nicht der anderen vorgibt, was sie zu sagen, zu denken und anzuerkennen hat. Ansonsten handelt es sich nicht um einen Dialog, sondern um eine Unterdrückungsmaßnahme. Annäherung, gegenseitiges Verständnis und konstruktiver Dialog ist aber nur bei gegenseitigem Meinungsaustausch möglich. Die Unterdrückung von Meinungsfreiheit aber schadet der Wahrheitsfindung.

Die Medienkampagne, die in letzter Zeit gegenüber meiner Wenigkeit losgetreten wurde, trägt alle Züge einer Meinungsunterdrückung und ist meines Erachtens mit einem demokratischen System nicht vereinbar. Ist es denn ein Verbrechen, wenn man sich bei dem Konflikt zwischen Reich und Arm, zwischen Mächtig und Schwach, zwischen Hochgerüstet und Hilflos, zwischen Unterdrücker und Unterdrückten auf die Seite der Unterdrückten stellt? Ist es ein Verbrechen, wenn man sich in Deutschland auf die Seite der Menschen stellt, die seit sechs Jahrzehnten unter einer unmenschlichen Besatzung leben? Darf man in Deutschland nicht für das gemeinsame Miteinander von Juden, Christen und Muslimen in einem Staat eintreten? Ist es neuerdings ein Verbrechen in Deutschland, wenn man auf den Artikel 3 (3) des Grundgesetzes hinweist, in dem es heißt: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Darf man diesen universellen Wert nicht auch für andere Staaten verlangen? Wird eine wahre Forderung dadurch falsch, dass sie von denen erhoben wird, die man zum neuen Feindbild erkoren hat?

Als Antwort auf die Medienkampagne gegen meine Person ist Folgendes festzustellen:

  1. Alle meine Reden, Publikationen, Äußerungen im Öffentlichen wie im Privaten erfolgten im Rahmen des Grundgesetzes und bei Einhaltung des deutschen Rechts unter Wahrung meines Rechts auf Meinungsfreiheit. Nie habe ich gegen das Gesetz verstoßen oder dazu aufgerufen. Ganz im Gegenteil habe ich stets gelehrt, dass die Einhaltung der Gesetze in Deutschland sowohl eine staatsbürgerliche als auch eine religiöse Pflicht eines jeden Muslims ist.
  2. Der Vorwurf gegen mich, ich sei antisemitisch, weil ich mich an der polizeilich genehmigten Demonstration des Quds-Tages beteiligt habe und bei dem vorangehenden Freitagsgebet einiges dazu geäußert und auch im Internet veröffentlicht habe, ist eine Falle der Zionisten, die jegliche Kritik am Zionismus mit dem Todschlagargument des Antisemitismus verhindern wollen. Wenn die Demonstration zum Quds-Tag eine antisemitische Demonstration wäre, dann würde man sie nicht über einen Zeitraum von nunmehr drei Jahrzehnten ununterbrochen zulassen! Als muslimischer Geistlicher empfinde ich den Schutz eines jeden Juden gegen die Feindseligkeit von Antisemiten als meine religiöse Pflicht! Aber die Gleichsetzung von Antizionismus mit Antisemitismus ist eine Form der Meinungsunterdrückung, durch welchen die Verbrechen des zionistischen Besatzungsregimes vertuscht werden sollen. Solch eine Meinungsunterdrückung ist zwar derzeit sehr effektiv in Deutschland, wird aber von immer geringeren Teilen der Bevölkerung mitgetragen, weil sie den Besatzer gegen den Besetzten, den Unterdrücker gegen den Unterdrückten schützt.
  3. Um es in aller Deutlichkeit und unmissverständlich zu äußern und allen jenen, die meine Worte Missinterpretieren möchten, keine Chance zu geben, erkläre ich hiermit: Ich distanziere mich von jedem Antisemiten und jeder Form von Antisemitismus. Etwaige antisemitische Äußerungen von Teilnehmern bei Kundgebungen, an denen ich teilgenommen habe, entsprechen weder meiner Meinung noch der Meinung der Veranstalter. Anderenfalls hätte ich an der Veranstaltung nicht teilgenommen. Der Antisemitismus ist eine perfide Form des Rassismus, den ich aufs Schärfste verurteile. Gleichzeitig distanziere ich mich vom Zionismus, den ich für eine weitere Form des Rassismus erachte!
  4. Es ist weder diesem Staat noch dem Miteinander von Muslimen und Nichtmuslimen dienlich, wenn bei der Meinungsfreiheit unterschiedliche Maßstäbe zum Tragen kommen. Wenn jegliche Beleidigung des Islam, des Propheten des Islam, selbst die Ablehnung von Gott und aller seiner Propheten unter das Gebot der Meinungsfreiheit fallen und geschützt werden aber die Ablehnung des Zionismus kriminalisiert wird, dann ist das schädlich für die Glaubwürdigkeit der Meinungsfreiheit. Ich selber habe weder von meinen christlichen noch jüdischen Gegenüber bei irgendwelchen Räten und Dialogen verlangt, dass sie sich vom Zionismus distanzieren, bevor ich mit ihnen rede. Von allen denjenigen aber, die mit mir zu tun haben, wird nunmehr verlangt, dass sie sich von mir distanzieren, damit der Dialog weiter gehen kann. Solch ein Dialog erfolgt nicht auf Augenhöhe, sondern verkommt selbst zu einem Werkzeug der Unterdrückung. Wenn das Bekenntnis zum Zionismus die Voraussetzung für Dialog der Religionen ist, dann wird es nie einen aufrichtigen Dialog in Deutschland geben!
  5. Im Rahmen der Auseinandersetzung um meine Person entnahm ich jetzt der Presse, dass inzwischen selbst Forderungen weit über den Zionismus hinaus auch die islamische Kleidung von Muslimas betreffen. In einem Staat, in dem ein freies religiöses Bekenntnis festgeschrieben ist, erscheint eine solche auf Druck und einseitige Unterwerfungsforderung ausgerichtete Vorgehensweise kontraproduktiv und hilft niemandem, bestehende Probleme zu lösen.
  6. Die gesamte Kampagne gegen meine Person reiht sich nahtlos in den Rahmen des neuen Feindbildes Islam und Muslime in Deutschland und Europa. Die Betreiber dieser Kampagnen übersehen aber, dass der Fortbestand der europäischen Gesellschaften ohne Muslime nicht mehr sicher zu stellen ist und die zukünftigen Renten auch durch muslimische Arbeiter sicher gestellt, die zukünftige Konsumenten auch muslimische Konsumenten und die zukünftigen Fachkräfte auch muslimische Fachkräfte sein werden. In diesem Rahmen ist es längst an der Zeit, ein konstruktives problemorientiertes Umdenken auf Basis von Vernunft walten zu lassen.
  7. Wahre Integration geht von denen aus, die sich innerhalb der zu integrierenden Gesellschaft befinden. Während unsere Anstrengungen und Erfolge auf dem Weg der Integration nicht zu leugnen sind, besteht das Integrationsgetöse von jenen, die sich gegen den Islam und die Muslime stellen, nur darin, jegliche wahre Integration zu verhindern und Unterwerfung zu fordern. Bei aller Feindschaft, die aber heute dem Islam entgegen gebracht wird, ist der einzige Weg ein gemeinsamer Weg der Vernunft unter Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen.
  8. Unsere Beziehung zur Islamischen Republik Iran wird aufgebauscht und angegriffen. Wir haben aber niemals geleugnet, dass wir eine religiöse Beziehung zu den hohen geistlichen Würdenträgern des Islam, insbesondere der Schia, stets gepflegt haben. Ist es nicht selbstverständlich, dass ein Geistlicher Beziehungen zu höherrangigen Geistlichen in der ganzen Welt pflegt? Wird christlichen Geistlichen vorgeworfen, Beziehungen zum Vatikan zu unterhalten oder jüdischen Geistlichen, Beziehungen zu Israel zu unterhalten obwohl Israel – auch nach deutschen Maßstäben – seit Jahrzehnten eine Besatzungsmacht ist? Warum dürfen wir keine Beziehungen zu hohen geistlichen Würdenträgern auf einer moralisch-religiösen Ebene unterhalten, ohne dafür verurteilt zu werden? Wir unterhalten diese Beziehungen zu hohen geistlichen Würdenträgern im Iran, im Irak, in Deutschland und anderenorts! Dass wir hingegen auf einer organisatorischen oder finanziellen Ebene keinerlei Abhängigkeit von anderen Staaten haben und von diesen auch nicht unterstützt werden, ist leicht nachzuweisen! Es ist ein Bestandteil der Schia im Islam, dass die Geistlichkeit stets einen großen Wert auf Unabhängigkeit gelegt hat.
  9. Mein persönlicher Einsatz in einer zunehmend auf Krieg ausgerichteten Welt wird der Einsatz für Frieden auf Basis von Gerechtigkeit sein. Dies ist ein religiöses Gebot, das durch keine noch so schmutzige Kampagne aufgehalten werden kann – so Gott will.

Die hasserfüllte Schmutzkampagne gegen meine Person und die Hz. Fatima Zehra Moschee (a.) in Frankfurt hat uns nach einigen internen Sitzungen zu folgenden Schlüssen geführt:

Die Hz. Fatima Zehra (a.) hat mir ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen. Dennoch kann nicht geleugnet werden, dass der äußere undemokratische Druck auf die Moschee, die Gemeinde, den Vorstand der Moschee und zuweilen sogar unbeteiligten Familienangehörigen ein Maß erreicht hat, dass ein maßgeblicher Schaden für die Moschee, den Baufortschritt und die Gemeinde nicht ausgeschlossen werden kann. Der sogenannte öffentliche Druck wurde in Form von Drohungen gewandelt, welche dem friedlichen Miteinander zuwiderläuft.

Zum Schutz der Gemeinde, der gesegneten Moschee, zum Schutz aller beteiligten Familien, der Muslime der Stadt und zum Schutz des – wenn auch nunmehr beschädigten – Dialogs trete ich mit sofortiger Wirkung von allen meinen Posten im Zusammenhang mit der Fatima Zehra Moschee zurück.

Unsere Vorbilder machen es uns vor, dass in einer Situation der Unterdrückung das persönliche Schicksal unbedeutend ist gegenüber dem Schicksal des Gemeinwohls. Wir sind liebende der Wahrheit und der Opferbereitschaft der muslimischen Vorbilder, wie es Imam Husain (a.) war. Auch wenn unser vergleichsweise geringes Opfer nicht im Geringsten mit den großem Opfer der islamischen Vorbilder vergleichbar ist, so wird der Rücktritt mit der Hoffnung verbunden, dass die Anhänger der Religion des großartigen Moses (a.), die Anhänger der Religion des großartigen Jesus (a.) und die Anhänger der Religion des großartigen Muhammad (s.) eines Tages erkennen mögen, dass Wahrheit nur mit wahrhaftigen Mitteln zu verteidigen ist und Falschheit sich durch falsche Mittel offen legt. Gott bedarf meiner nicht, für welche Aufgabe auch immer, aber ich bedarf Seiner, um in der Gnade Gottes, Gnade zu empfangen und leben zu können.

Ich bete zum Allmächtigen, dass alle unter Unterdrückung leidenden Menschen bald Befreiung erlangen werden. Ich bete zur Quelle aller Gnade, dass Er die Menschheit schon bald mit Seinem Erlöser gnadenreich beglücken werde, damit Gerechtigkeit wieder ein Wert wird, der Einzug in die Welt erhält. Und ich bete zum Verheißenden aller Verheißungen, dass Er mit dem Erlöser schon bald die Dunkelheit durch das Licht ersetzen möge, so dass die friedliebenden Menschen besser zueinander finden.

Alle Dankbarkeit gebührt dem Herrn der Welten. Und Er ist es, der uns zum Dank an Mitmenschen auffordert, die sich für Gerechtigkeit einsetzen. Daher gilt mein Dank abschließend den vielen Menschen, die sich dieser Tage so intensiv für meine Wenigkeit und den friedvollen Dialog eingesetzt haben. Möge Gott sie alle für Ihre Bemühungen lohnen.

Der Friede sei mit jenen, die der Wahrheit folgen.

Sabahattin Türkyılmaz

21.02.2010 Frankfurt

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